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Cold Brew und Cold Drip: Nur Kalter Kaffee? Rezepte und Alternativen

Cold Brew und Cold Drip: Nur Kalter Kaffee? Rezepte und Alternativen

Kaffee als Erfrischungsgetränk? Eine verführerische Idee für warme Sommertage. Mit kaltem Kaffee geht das. Aber da gibt es eine Hürde: Kaffee, der langsam kalt wurde, schmeckt nicht als Kaltgetränk. Dabei sollte ein Sommergetränk doch absolut lecker sein. Sie kennen das von Filterkaffee, der lange herumstand. Dieser ist beim kalten Verzehr oft bitter und sauer. Die Lösung: Frisch aufgebrühter Kaffee muss entweder sehr schnell heruntergekühlt werden, beispielsweise mit Eiswürfeln – oder direkt mit kaltem Wasser angesetzt werden. Kaffee mit kaltem Wasser machen? Oh ja. Das geht. Das heißt Cold Brew oder Cold Drip. Ein großer Trend, ein echter Hype. Mit kaltem Wasser verschiebt sich der Geschmackseindruck der Kaffeebohnen, da ein Teil der Aromastoffe besser gelöst wird, und ein anderer Teil der Aromastoffe (z.B. Bitterstoffe) weniger Extraktion erfährt. Da diese Zubereitungsarten für kalten Kaffee extrem lange dauern, eignen Sie sich nicht für spontanen Kaffeegenuss. Dafür ist kalt zubereiteter kalter Kaffee im Kühlschrank rund 3 Tage haltbar. Die Kaffeemenge müssen Sie also nicht auf einem trinken. Unsere Empfehlung für spontanen Genuss ist eine andere: Kapselmaschine kaufen und kalten Kaffee auf Espresso-Basis erleben, und zwar auf italienische Art!

Was ist Cold Brew?

Cold Brew, auf Deutsch „kalt aufgebrüht“, ist Filterkaffee, der mit kaltem Wasser über meist 12 Stunden angesetzt wird. Das Aufsetzen des Cold Brew erfolgt in der Regel in einer French Press oder in einem Glas mit Schraubverschluss. Das Wasser hat Raumtemperatur oder ist kühler und wird auf Kaffeemehl gegeben. Nach der Ziehzeit, die oft im Kühlschrank abläuft, wird der Kaffee gefiltert. Das Filtern des Cold Brew Kaffees geschieht entweder mit dem Drücksieb der French Press oder mit einem Handfilter. Da diese Kaffeespezialität oft mit Eiswürfeln getrunken wird, wird viel Kaffeepulver verwendet. Wenn Sie Coldbrew nach dem folgenden Rezept machen, können sie beim Trinken 30-40% Eiswürfel ins Glas geben, und der Kaffee ist immer noch stark. Weil die Extraktionszeit sehr lange ist, müssen die Kaffeebohnen sehr grob gemahlen werden. Eine säurearme Kaffeesorte wird empfohlen. Normales Kaffeepulver ist zu fein. Sie benötigen also spezielles Kaffeepulver, bei dem die Kaffeebohnen so grob gemahlen werden wie für die French Press (Mahlgrad 8). Weiter unten wird es noch interessanter, da kommen nämlich die Alternativen mit Espresso. Das sind herrliche Sommergetränke!

Das Cold Brew Rezept:

  • 100 Gramm Kaffeemehl (grob gemahlen)

  • 1 Liter kühles Wasser
  • Ein großes Gefäß (z.B. French Press)
  • Wasser auf das Kaffeemehl gießen und umrühren
  • Extraktionszeit: 8-24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen (12 Stunden ist ein guter Mittelweg, um das Verhalten der Extraktion zu testen). Eventuell das Glas mit Frischhaltefolie einwickeln, damit der Cold Brew keine Gerüche aus dem Kühlschrank annehmen kann
  • Danach Sieb der Drückkanne herunterdrücken oder den Cold Brew von Hand filtern
  • Variante 1: Das Kaffeemehl mit 100 ml heißem Wasser angießen und gut verrühren, damit mehr Aromen gelöst werden. Anschließend mit kaltem Wasser aufgießen.
  • Variante 2: Wenn Sie eine Art Kaffeekonzentrat herstellen wollen, nehmen Sie auf 100 Gramm Kaffeemehl nur 500 ml Wasser, für eine Kaffeemenge von 500 ml. Dieses Kaffeekonzentrat ist schwerer zu filtern, passt aber besser in den Kühlschrank und ist in der Anwendung vielseitiger. Um aus Kaffeekonzentrat wieder Cold Brew zu machen, müssen Sie das Konzentrat mit Wasser und/oder Eiswürfeln verdünnen. Achten Sie auf ein korrektes Mischverhältnis: 1 Teil Kaffeekonzentrat, 3 Teile kaltes Wasser und Eiswürfel. Wenn Sie allerdings kalten Kaffee mit Espresso machen, erhalten Sie sowieso bereits eine Art Konzentrat.

Was ist Cold Drip?

Um Cold Brew zuzubereiten, brauchen Sie eine spezielle Cold Drip „Kaffeemaschine“. Das ist eine Art Filterkaffeemaschine – ohne Stromanschluss – in der kaltes Wasser auf ein Sieb tropft, das mit Kaffeemehl gefüllt ist. Der Mahlgrad der Kaffeebohnen muss ebenfalls relativ grob sein, aber feiner als für Coldbrew. Da das Wasser nur tropfenweise auf das Kaffeemehl gelangt, dauert der „Brühvorgang“ entsprechend lange. Ist das Kaffeepulver zu fein gemahlen, verstopft der Filter und gar nichts tropft durch. Der Geschmackseindruck von Cold Drip Coffee ist leichter und fruchtiger, als wenn Sie den selben Kaffee heiß aufbrühen würden oder als Cold Brew ansetzen. Woanders heißt der Kaffee auch Dutch Coffee oder Kyoto Drip Coffee und ist in heißen und tropischen Regionen nicht nur ein Sommergetränk, sondern ganzjährig beliebt. Kein Wunder, wenn das ganze Jahr Sommer ist …

Das Cold Drip Rezept:

  • 80 Gramm Kaffeemehl (aus grob gemahlen Kaffeebohnen)
  • 1 Liter kühles Wasser (oder Wasser mit Eiswürfeln)
  • 1 Cold Brew Dripper
  • Das Kaffeemehl im Filter erst mit kaltem Wasser anfeuchten
  • Wasserdurchflussmenge des Drippers einstellen (z.B. 1 Tropfen pro 1-1,5 Sekunden) und laufend nachjustieren
  • Dauer, je nach Durchflussmenge: 1-12 Stunden Extraktionszeit

Wie trinkt man Cold Brew und Cold Drip?

Cold Brew und Cold Drip werden immer kalt getrunken. Oft werden diese Kaffees mit Eiswürfeln serviert, mit Wasser verdünnt, mit Tonic Water oder Säften genossen oder als Zutat für Cocktails verwendet. Auch ein Einfrieren als Eiswürfel geht, damit können Sie dann jedes Getränk „kaffee-isieren“.

Warum wir bei Cold Brew und Cold Drip skeptisch sind

  • Die Kaffee-Zubereitung mit heißem Wasser wurde nicht aus Spaß erfunden: Sie ist einfach besser, denn durch die hohe Temperatur werden mehr Aromen aus dem Kaffee gelöst.
  • Bei Espresso ist es sogar noch extremer: Durch hohen Wasserdruck, hohe Wassertemperatur und sehr fein gemahlenes Pulver entsteht trotz kurzer Brühzeit köstlicher Kaffee mit einzigartiger Crema. Gerade die Crema ist wichtig, denn sie ist voller Aromen, die nur unter Druck aus Kaffeemehl herausgelöst werden.
  • Cold Brew und Cold Drip werden nachgesagt, dass sie manchmal weniger bitter und weniger sauer sind als der selbe Kaffee bei heißem Aufbrühen. Das soll magenfreundlicher sein. Wenn Sie jedoch Kaffeeröstungen auswählen, die von Haus aus wenig Säure und Bitterstoffe haben, müssen sie nicht eine kalte Extraktionsmethode wählen. Denn die Zubereitung mit kaltem Wasser sorgt einfach nur für eine Unterextraktion. Wenn der Mahlgrad des Kaffees zu fein ist und die Ziehzeit zu lang, passiert sogar eine Überextraktion von manchen Geschmacksstoffen, während andere Geschmacksstoffe unterextrahiert werden.
  • Warum also eine Kaffeesorte nehmen, bei dem die Kaffeebohnen bei normaler Zubereitung nicht schmecken sondern nur bei der geringen Extraktion der Aromastoffe mit kaltem Wasser zum Genuss werden? Die Lösung: Kaffeebohnen wählen, die auch in gebrühter Form schmecken. Nehmen Sie also exzellente Kaffeesorten für Cold Brew und andere Kaffee-Kaltgetränke – und machen Sie lieber gebrühten Kaffee, den Sie nachher schnell herunterkühlen.

Die eiskalten Kaffee-Alternative: Caffè in ghiaccio, Caffè freddo, Caffè shakerato, Ice Brew

Gibt es Kaffee-Sommergetränke aus Italien? Natürlich! Und mit Espresso. Denn Filterkaffee schnell herunterkühlen ist schwierig und in Italien sowieso nicht verbreitet. Ein typisch italienischer eiskalter Kaffee auf Espresso-Basis ist eine absolut köstliche und geschmacksintensivere Alternative zu Cold Brew und Cold Drip: Probieren Sie mal „Caffè in ghiacco“, „Caffè freddo“ und „Caffè shakerato“. Eine nordischere Unterart ist dann der „Ice Brew“. Neben dem sensationellen Geschmack gibt es einen weiteren Vorteil zum Cold Brew: Der köstliche kalte Kaffee ist dank Kapselmaschine spontan in Sekunden fertig anstatt über Nacht warten zu müssen …

Das ist Caffè in ghiacco

Das ist wörtlich „Espresso in Eiswürfeln“. Einfach einen Espresso mit der Kapselmaschine zubereiten, nach Wunsch süßen (ein bisschen mehr Zucker als sonst nehmen, da Kälte Süßkraft nimmt und das Getränk mit Wasser verlängert wird), und anschließend in ein größeres Glas umgießen, das mit vielen Eiswürfeln gefüllt ist. Durch die vielen Eiswürfel kühlt der Espresso sofort herunter und alle köstlichen Espresso-Aromen bleiben erhalten. Sofort genießen! Statt Eiswürfeln können Sie auch Crushed Ice nehmen. Ein bisschen Zitronenschale und/oder Minze machen den Caffè in ghiacco noch erfrischender. Auch Mandelsirup ist eine beliebte Ergänzung. In Spanien gibt es diesen kalten Kaffee auch (von dort kommt er sogar her), als Café con hielo. Als Sommergetränk eine wunderbare Erfrischung.

Das ist Caffè freddo

Für Caffè freddo einen Espresso in ein Glas aufbrühen, Zucker hinzugeben, umrühren, kalte Milch nach Wunsch eingießen und viele Eiswürfel hinzugeben. Grob verwandt ist der Café Frappé.

Das ist Caffè shakerato

Frisch gebrühten Espresso, Eiswürfel und Zucker (oder Zuckersirup) in einen Cocktail-Shaker geben und 10-15 Sekunden shaken. Dabei entsteht ein kalter Kaffee mit einer Schaumkrone aus Kaffee. Ziemlich coole Sache. In ein Cocktail-Glas (z.B. Martiniglas) oder ein Weißweinglas abseihen – ohne Eiswürfel im Glas. Nicht nur als Sommergetränk interessant, sondern auch als After-Dinner-Drink, als Zwischending aus Espresso und Cocktail. Zur Geschmacksintensivierung eignen sich beim Shaken eine Prise Zimt, ganz wenig frisch geriebener Ingwer, frische Minzblätter, Zitronensaft oder Sahne. Wird manchmal auch mit Alkohol „al liquore“ zubereitet. Empfehlenswert sind z.B. ein Teelöffel Whisky-Sahne-Likör, Amaretto, Vanille-lastige Liköre, Orangenlikör, Anis-Liköre und Kaffeelikör.

Das ist Ice Brew

Ice Brew ist ein bisschen irreführend. Denn hier wird einfach Kaffee heiß aufgebrüht, aber nicht in eine normale Tasse, sondern in ein Glas, das mit Eiswürfeln gefüllt ist. Das geht prinzipiell auch mit Espresso. Wichtig ist, dass die Eiswürfelmenge groß genug ist: 1 Espresso mit 45 ml und 92° C braucht die 4-fache Menge Eiswürfel (180 ml = 165 Gramm), damit der Kaffee auf kühlschrankkalte 4° C abkühlen kann. Ein nachträgliches Süßen funktioniert allerdings nicht sehr gut.

Es gibt auch eine Filterkaffe-Variante: Hier werden Eiswürfel und Kaffee im Verhältnis 1:1 gerechnet. Wir finden: Ein bisschen mehr Eis darf es schon sein.

Ice Brew Rezept mit einer K-fee Kapselmaschine:

  • 1 Kapsel Mr & Mrs Mill Stay Classy (Kaffee im Filterkaffee-Stil ohne Crema) in die Kapselmaschine einlegen
  • 1 Latte Macchiato Glas mit Eiswürfeln füllen (Tipp: 110 Gramm Eiswürfel abwiegen – das passt dann mit dem Kaffee ziemlich genau ins Latte Macchiato Glas)
  • Den Kaffee nicht als „extra große Tasse“ zubereiten, sondern als „große Tasse“ (105 ml) oder bei der K-fee LATTENSIA+ als „großen Kaffee auf Eis“ (240 ml) bzw. als „kleinen Filterkaffe“ (120 ml)
  • Und fertig ist der selbstgemachte Ice Brew!

Unsere Espresso-Empfehlungen für kalten Kaffee im Cold Brew Stil

Die Kaffeemaschine für Eiskaffee und kalten Kaffee!

Wenn sie großartige Premium-Kapselmaschine K-fee LATTENSIA+ kaufen, bekommen Sie sogar eigene Programme für Getränke auf Eis.

  • Kaffee auf Eis: Für Kapseln vom Typ Filterkaffee, ohne Crema (Ice Brew)
  • Americano auf Eis: Für Espresso-Kapseln (sozusagen „Americano in ghiacco“)
  • Café auf Lait auf Eis: Für Espresso-Kapseln (Caffè freddo)
  • Tee auf Eis
  • Für „Caffè in ghiacco“ nehmen Sie einfach das normale Espresso-Programm

 

Cold Brew hat genauso viel Koffein wie Filterkaffee. Eigentlich

Forschungen zeigen: Cold Brew hat genauso viel Koffein wie Filterkaffee. Das ist auch nicht erstaunlich, denn Koffein ist leicht wasserlöslich. Weil Koffein wasserlöslich ist, kann es auch Cola und Energy Drinks zugesetzt werden. Ob Kaffee kurz heiß aufgebrüht wird oder lange mit kaltem Wasser zieht hat keinen Einfluss auf den Koffeingehalt. Cold Brew ist damit nicht weniger oder mehr gesund als andere Kaffees. Trotzdem hat Cold Brew, wenn Sie ihn im Café bestellen, oft relativ viel Koffein. Denn Barista nehmen einfach mehr Kaffeemehl pro Liter. Für Filterkaffee oder French Press sind 60 Gramm Kaffee pro Liter schon sehr viel, für Cold Brew werden manchmal 100 Gramm Kaffee (und mehr) pro Liter Wasser empfohlen. Je nach Verdünnung mit Eiswürfeln ist so ein Glas Cold Brew dann schon recht stark, da die Eiswürfel ja selten komplett schmelzen.

Ist Cold Brew magenfreundlicher?

Cold Brew ist magenfreundlicher als „Hot Brew“, da deutlich weniger Säure extrahiert wird. Der Geschmackseindruck wird oft als angenehm wahrgenommen. Aber Achtung: Das gilt nur im Vergleich mit derselben Kaffeesorte. Vor allem in den USA ist das ein Thema: Die dortigen Filterkaffees sind oft sehr säurelastig, was bei hellen Filterkaffee-Röstungen relativ normal ist – und gerade bei preiswerten Kaffees ist die Säure noch stärker, da diese oft im Schnelldurchgang mit hohen Temperaturen geröstet werden.

Mit Premium-Kaffeebohnen und schonender Trommelröstung kann ein Röstmeister viel Säure beim Röstvorgang „wegrösten“. Gerade kräftige Röstungen haben wenig Säure: Gute Espressos sind zwar sehr, sehr kräftig, haben aber oft fast keine Säure. Wenn Sie also einen säurearmen Espresso (wie die meisten Espresso-Sorten hier im Shop) heiß oder kalt genießen, taucht das Säure-Problem gar nicht auf.

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